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Für diesen Artikel habe ich mich entschieden mal nicht den üblichen Rahmen zu benutzen, sondern einfach nur von meiner Spielerfahrung zu berichten. Das sollte mir in diesem Fall auch etwas besser liegen. 😉

Über die Probleme am Releasetag brauch ich hier nichts zu sagen, sie waren ätzend. Seit diesem Tag hat Diablo bereits mehrere Patches und Hotfixes ausgeliefert, zur Verbesserung der Konnektivität und am Spiel selbst auch. Hier stellt sich für mich die Frage, warum muss nach einer solangen Ent-wicklungs- und Testzeit soviel geändert bzw. angepasst werden. Speziell zu erwähnen ist hier meines Erachtens die Herabsetzung der benötigen Juwelen für das Aufwerten auf die nächste Stufe von 3 auf 2 oder die Verbesserung der Droprate von hochwertigen Items. In meinen Augen hat hier Blizzard versagt, da meines Erachtens diese Probleme bei einem Beta-Test hätten auffallen können bzw. müssen. Hier hat Blizzard die falsche Wahl getroffen, als sie die Beta auf den Skelettkönig be-grenzten.

Seit dem Release habe ich nun jede Klasse mindestens bis zum Skelettkönig angespielt und bin mit einer Nonne (weiblicher Mönch) und einer Dämonenjägerin bis in die Schwierigkeitsstufe Alptraum vorgedrungen. Dabei habe ich sowohl den Single- als auch den Coop-Modus gespielt. Meine Nonne ist dabei mein Coop-Char und die Dämonenjägerin ist für den Singleplayer.  Zwischenzeitlich habe ich mit einem Barbaren den Hardcore-Modus getestet, leider war mit Level 11 in der Höhle von Königin Araneae Feierabend, einmal unachtsam und alles ist vorbei – sehr fordernd.

Aber lasst mich am Anfang beginnen. Am Releasetag habe ich begonnen mit meiner Frau im Coop zu spielen, sie als Dämonenjägerin und ich als Nonne. Wir kämpften uns am ersten Abend bis zum Skelettkönig vor und besiegten ihn. Im ersten Akt spürt man eindeutig, daß die Wahl von Blizzard die Grafik nicht so düster wie in den Vorgängern zu gestalten, die Atmosphäre nicht in der Art und Weise transportiert, wie ich es gerne gehabt hätte.  Dies finde ich und einige andere Spieler mehr als schade, da ein gewisses Diablo-Flair dabei verloren gegangen ist. Bei unserer nächsten Session spielten wir bis zum Endgegner von Akt 1, dem Schlächter – warum konnte Blizzard es nicht auch in der deutschen Version beim Namen „Butcher“ bleiben – und besiegten auch diesen. Der Kampf war zwar anspruchsvoll, da eine Menge Movement zum Überleben notwendig war, aber dauerte entscheidend kürzer als beim Skelettkönig. Vor kurzem spielte ich dann Akt 1 mit meiner Dämonen-jägerin durch, dabei war schon zu merken, daß die Gegner an Stärke und Anzahl gegenüber dem Coop-Modus geringer sind. Die abschliessendeZwischensequenz zu Akt 1 ist in meinen Augen mehr als EPIC und zeigt wieder einmal wie gut das „Film“-Department von Blizzard ist. Der zweite Akt führte uns bzw. mich in die Wüste von Caldeum, auch hier ist in meinen Augen die Grafik viel zu „freundlich“ gestaltet, womit hier leider auch wieder die düstere Atmosphäre der Handlung  nicht genug über die Grafik mitgetragen wird. Was gibt es spannendes über Akt 2 zu berichten ? In meinen Augen leider eher wenig, da sich die Herausforderungen sowohl im Single- als auch im Coop-Modus in Grenzen hält. Herausfordernd und interessant waren nur die Bosskämpfe gegen Maghda und Belial. Ohne Probleme ging es also weiter zu Akt 3. Hier passte zum ersten Mal die Grafik einiger-maßen zur Atmosphäre. Unglücklicherweise gibt es hier auch keine nennenswerten Heraus-forderungen bis auf den letzten Gegner des Akts, Amzodan. Nach einer weiteren epischen Zwischen-sequenz kommt man in Akt 4. Hier passt nur teilweise die Grafik zur Atmosphäre der Story. Zwischen-zeitlich kommt in diesem abschliessenden Teil des Spiels auch ausserhalb eines Bosskampfes etwas Spannung auf, wobei natürlich die absolute Herausforderung dieses Akts der finale Kampf gegen Diablo ist. Zum Abschluss gibt es meiner Meinung eine herbeEnttäuschung – die letzte Filmsequenz kommt in keinsterWeise an die vorherigen Zwischensequenzen heran.

Während der ganzen Spielzeit habe ich mit verschiedenen Kombinationen der freigeschalteten Fähig-keitenexperimentiert, bis ich die richtige Kombo für meine Spielweise herausgefunden habe. Ich kann euch nur das gleiche empfehlen und den zusätzlichen Rat geben, daß ihr die Aktionsleiste ent-sperrt damit ihr die Fähigkeiten frei belegen könnt. Darüber hinaus ist es empfehlenswert sich im Gold-Auktionshaus umzusehen, damit man den einen oder anderen guten Gegenstand kostengünstig erwirbt um den möglichen Schaden zu erhöhen. Abschliessend muss ich feststellen, daßsich die Wartezeit auf Diablo 3 nicht wirklich gelohnt hat, der Hauptstrang der Story war für mich ab Akt 1 schon absehbar. Hinzu kommt, daß meiner Meinung nach das Gesamtpaket nicht stimmig ist, die Grafik passt zum größten Teil nicht zur Stimmung der Story, die freie Belegung der Fähigkeiten muss separat eingestellt werden und die Herausforderung auf der Schwierigkeit „Normal“ ist zu gering. Schlussendlich ist dies meine subjektive Meinung und ihr solltet selbst entscheiden, ob ihr es spielen wollt, vielleicht habt ihr ja die Chance es vorab bei einem Freund anzutesten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde von mir damals für die Seite roundaboutgames.de geschrieben und wird hier nun wieder online zur Verfügung gestellt.

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